Fahrraddynamo

Bei einem Fahrraddynamo (Schweiz.: Velodynamo ) handelt es sich um einen kleinen Generator , der die elektrische Versorgung für die Fahrradbeleuchtung sicherstellen soll. Dabei handelt es sich um einen klassischen Wechselstromgenerator , bei dem ein Permanentmagnet durch die Reibrolle in einer feststehenden Ständerwicklung rotiert und dort einen Wechselstrom induziert. In Deutschland begrenzte die Straßenverkehrszulassungsordnung bis vor kurzem die Spannung auf 6 V und die Leistung auf maximal 3 W . Neuerdings sind auch Systeme mit einer Ausgangsleistung von mehr als 3 W zulässig und (in einzelnen genehmigten Fällen) dafür auch Dynamos mit einer Nennspannung von 12 V erhältlich.

Seitenläuferdynamo

Seitenläufer-Dynamo von Bosch, um 1950

Seitenläufer-Dynamo von Bosch, um 1950

Ein Seitenläufer-Dynamo ist ein Fahrraddynamo , der an der Vorderradgabel oder am Rahmen so befestigt ist, dass er durch eine federnde Mechanik an einen Reifenmantel gepresst werden kann. Möchte man den Dynamo ausschalten, zieht man den Dynamo über eine Verriegelungsklinke, die man zum Einschalten ebenfalls betätigen kann.

Seitenläufer-Dynamos sind schlupfbehaftet und laut, dafür aber preiswert. Sie werden insbesondere bei Fahrrädern der unteren Preisklasse eingebaut. Bis in die 1990er Jahre, als andere Dynamotypen (wie Nabendynamo , Speichendynamo ) vermehrt in den Handel kamen, waren sie praktisch die einzigen Stromgenaratoren für das Fahrrad. Gerade bei Nässe kann es durch den oben erwähnten Schlupf zu Aussetzern oder zum Totalausfall kommen.

Eine Sonderform stellen Felgendynamos dar.

Nabendynamo

Nabendynamo mit hydraulischer Scheibenbremse

Nabendynamo mit hydraulischer Scheibenbremse

Der Nabendynamo ist ein Fahrraddynamo , der sich üblicherweise in einer speziellen Nabe des Vorderrades befindet.

Erstmalig wurden Nabendynamos in den 30er Jahren von der englischen Firma Sturmey-Archer hergestellt und unter dem Namen Dynohub auf den Markt gebracht. Die Produktion wurde jedoch 1984 eingestellt.

In den letzten Jahren wurde der Nabendynamo weiterentwickelt und kommt immer öfter zum Einsatz. Der Grund liegt, trotz des vergleichsweise hohen Preises, in der guten Alltagstauglichkeit (funktioniert bei jedem Wetter) und dem hohen Wirkungsgrad, verglichen mit den sonst üblichen Seitenläufer-Dynamos .

Es gibt inzwischen verschiedene Hersteller am Markt (z.B. Shimano , Schmidt Maschinenbau, Renak). Dabei gibt es zwei grundsätzliche Bauformen:

  • Getriebelose Nabendynamos, bei denen der Strom direkt, durch im Nabengehäuse befindliche Magnete erzeugt wird. Eingeschaltet wird die Beleuchtung über einen elektrischen Schalter, der meist im Scheinwerfer integriert ist, oder über eine elektronische Steuerung, die bei Dunkelheit die Beleuchtung automatisch einschaltet. Diese Dynamos haben die höchsten Wirkungsgrade im Betrieb, allerdings besitzen sie auch im nicht eingeschalteten Zustand ein (meist vernachlässigbares) Verlustmoment.
  • Nabendynamos, die über ein auskoppelbares Getriebe in der Nabe in Betrieb genommen werden. Damit gibt es keine Leerlaufverluste, es sind durch die höhere Generatordrehzahl kleinere Bauformen möglich und es ist auch kein elektrischer Schalter erforderlich. Allerdings ist der Wirkungsgrad nicht so hoch wie bei den direkt angetriebenen, getriebelosen Nabendynamos.

 

Quelle: www.wikipedia.org